Flyboard

Flyboard fligen einfach abheben.

Wir meinen, es ist das Flyboard, dessen Handhabung auf Gran Canaria erlernt werden kann, das zu jenen unschlagbaren Hits gehört, die jeder wenigstens einmal im Leben erlebt haben sollte. Wer es beherrscht, kann in der Luft stehen, gemeinsam mit den Delfinen tauchen und schwimmen in einer Geschwindigkeit, die sonst kein Mensch unter Wasser erreichen kann. Höchstselbst James Bond 007 würde seinen ultimativen Kick damit finden. Wer zum ersten Mal ein Flyboard in Aktion sieht, glaubt die Physik außer Kraft gesetzt.

Was ist so ein Flyboard?


Es geht um ein Wassersportgerät, das den Nutzer sowohl durch die Luft katapultieren, als auch rasend schnell durch das Wasser schieben kann. Der kraftvolle Schub basiert physikalisch wie bei einer Rakete auf dem Rückstoßprinzip. Anstatt verbrannter Gase wird aber in diesem Fall ein dichter Wasserstrom mit sehr hoher Geschwindigkeit durch Düsen gepresst. Realisiert wird der extrem intensive Wasserstrahl durch die PS-starke Turbine eines Jetskis.

Idee und Entwicklung

Das Flyboard wurde zu Beginn des Jahres 2011 von dem Jetskifahrer Franky Zapata entwickelt, nachdem er schon zuvor einige Prototypen gebaut hatte. Die Handhabung der Steuerung ist nicht einfach, wenn man sich hoch über dem Wasser längere Zeit in der Luft stabil halten möchte. Trotzdem wurde diese wundersame Erfindung auf den Namen Flyboard direkt beim französischen Patentamt INPI angemeldet. Die Abkürzung steht für “Institut national de la propriété industrielle”. Ein Jahr später fanden die Jetski-Weltmeisterschaften in China statt, die eine optimale Kulisse boten für die erstmalige öffentliche Vorstellung des Flyboards.

Ein paar Worte über die Technik

Alles zusammen wiegt circa 40 Kilogramm. Die Düsen des Flyboards sind über einen langen Wasserschlauch mit einem Jetski verbunden. Der so zugeführte Wasserstrahl ist stark genug, um einen Rückstoß zu erzeugen, der einen schweren Mann beliebig lange in der Luft in der Schwebe halten und sogar weiter nach oben beschleunigen kann. Die Düsen befinden sich unter dem Flyboard. Der Nutzer wird hier passend als “Boarder” bezeichnet. Gesteuert wird das ganze Gerät vor allem durch filigrane Neigungen der Füße. Es gibt aber auch Varianten, die einen Teil des Wasserdrucks in weitere kleine Düsen an den Armen und Händen abzweigen, was nach vielen Übungsstunden eine genauere Choreografie in der Luft ermöglicht.

Der Anfänger wird durch eine weitere Person auf dem Jetski angesteuert und in der Luft gehalten. Auf diese Weise kann sich der Boarder auf seine Bewegungen konzentrieren und sein Körpergefühl im Umgang mit dem Gerät gut entwickeln. Der richtige Profi macht wie James Bond alles allein. Er steuert von oben auch den Jetski, mit dem er seine eigenen Bewegungen genau synchronisieren muss.

Auf zu den “Glücklichen Inseln”

Gran Canaria ist die drittgrößte Insel des Kanarischen Archipels, die durch ihre Lage im Atlantischen Ozean gut 200 Kilometer westlich vor der afrikanischen Küste ein außergewöhnlich angenehmes Klima zu bieten hat. Durch das ausgleichende Meeresklima und den immerwährenden Passatwind ist es im Sommer lange nicht so heiß wie auf gleicher Breite im benachbarten Marokko und im Winter hat sich der deutsche Sommer hierhin zurückgezogen. Warum also sollten diese Inseln nicht glücklich sein?

So ist es nicht verwunderlich, dass jeder neue Trend in Sachen Wassersport zuerst auf den Kanaren ausprobiert wird. Aber auch für all die vielen Menschen, bei denen der Wassersport nicht so sehr im Fokus steht, sind die Kanarischen Inseln eine Reise wert. Besonders im späteren Herbst, wenn es in Deutschland schon so richtig ungemütlich, kalt und dunkel ist, fliegt man nur viereinhalb Stunden, um wieder im Sommer auszusteigen. Zu dieser Zeit beinhaltet der Atlantik noch so viel sommerliche Restwärme, dass es auch für Frostbeulen kein Problem ist, täglich schwimmen zu gehen. Auf Gran Canaria haben wir deshalb besonders hingewiesen, weil diese Insel zurecht als kleinster Kontinent der Welt gehandelt wird. Hier findet man im südwestlichen Bereich vom Wind abgeschirmte Buchten, wo Wassersport das ganze Jahr über ein großes Thema ist.

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